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Welches ist das beste Praxismodell für Belastungsintensität und Belastungsdauer im Ausdauersport?

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Welches ist das beste Praxismodell für Belastungsintensität und Belastungsdauer im Ausdauersport?-Training, Intervalltraining

Ausgehend von einer Literaturstudie zur Frage, welches das beste Praxismodell für Belastungsintensität und Belastungsdauer im Ausdauersport ist, kann folgendes geschlussfolgert werden:

Es gibt ausreichend Anzeichen um festzustellen, dass eine 80:20 Verteilung von niedrigintensivem gegenüber intensiven bis hochintensiven Trainingsformen langfristig zu sehr guten Ergebnissen bei Ausdauerathleten führt. Regelmäßige niedrigintensive (< 2mM/l Laktat) Trainingseinheiten größerer Dauer sind effektiv um physiologische Adaptierungsprozesse auszulösen. Die Idee eines zweigeteilten, unterschiedlichen physiologischen Effekts durch hochintensives bzw. niedrigintensives Training scheint übertrieben, da beide Methoden sich überschneidende Anpassungen verursachen. Diese scheinen sehr stark komplementär abzulaufen. In einem breiten Spektrum kann gesagt werden, dass eine Erhöhung der Trainingslast stark mit einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit korreliert. Hochintensives Training spielt hier bei erfolgreichen Ausdauerathleten eine entscheidende Rolle. Dabei hat sich gezeigt, dass etwa zwei hochintensive Trainingseinheiten pro Woche ausreichend sind um die Leistungsfähigkeit zu verbessern, ohne dass die Gesamtbelastung langfristig zu hoch ist.

Wenn bereits gut trainierte Sportler ihr Training für Wochen bis hin zu Monate stark intensivieren, ist der Effekt ähnlich, wobei hier eine größere Streuung als bei Untrainierten auftritt. Für gut ausdauertrainierte Sportler, die eine gute Toleranz gegenüber hohen Trainingsreizen aufweisen, scheint eine Trainingsintensivierung kleine, signifikante Leistungssteigerungen zu ermöglichen, ohne ein großes Risiko für einen Leistungseinbruch. Hierbei scheint ein gutes Grundlagenniveau ausschlaggebend zu sein. Auffällig ist dabei, dass gut trainierte Ausdauerathleten ihre Trainingsbelastung sehr vorsichtig anpassen und bei höheren Intensitäten die Umfänge leicht abnehmen. Große Variationen in Trainingsumfang und Intensität sind hierbei im Gegensatz zu klassischen Modellen der Periodisierung nicht zu beobachten.

Seiler, S. (2011). What is best practice for training intensity and duration distribution in endurance athletes? (Welches ist das beste Praxismodell für Belastungsintensität und Belastungsdauer im Ausdauersport?). Int. J. Sports Physiology and Performance, 5 (3), 276-291 . Zugriff am 17.02.2011 unter http://journals.humankinetics.com/ijspp-back-issues/ijspp-volume-5-issue-3-september/what-is- best-practice-for-training-intensity-and-duration-distribution-in-endurance-athletes

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