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Training mit niedrigem Muskelglykogen fördert den Fettstoffwechsel bei gut trainierten Radsportlern

Training mit niedrigem Muskelglykogen fördert den Fettstoffwechsel bei gut trainierten Radsportlern-Trainingssteuerung, Training, Ernährung

Training mit niedrigem Muskelglykogen fördert den Fettstoffwechsel bei gut trainierten Radsportlern-Trainingssteuerung, Training, Ernährung

Kohlehydrate und Fette sind während sportlichen Ausdauerleistungen die Substrate, die zur Energiegewinnung vom Körper genutzt werden. Untersucht wurde hier, wie sich das Training mit niedrigem Muskelglykogen auf die Fettverbrennung und Kohlehydratutilisation während der Belastung auswirkt. Getestet wurde dies mit 14 ausdauertrainierten, männlichen Radsportlern. Hierzu wurden die Probanden in zwei Gruppen verteilt, wobei eine Gruppe mit hohem und die andere Gruppe mit niedrigem Muskelglykogen trainierte. Diese Trainingsphase dauerte drei Wochen und umfasste für beide Gruppen jeweils 9 Trainingseinheiten die unter Aufsicht der Forscher stattfanden. Bei der Trainingsintervention handelte es sich um eine Kombination aus hochintensiven (HIT) und niedrig intensiven Trainingseinheiten. Die Ausdauerleistung wurde vor und nach der dreiwöchigen Trainingsphase mit einem 60 Minuten Zeitfahrtest ermittelt.

Bei beiden Probandengruppen konnten nach der experimentellen Interventionsphase deutliche Leistungssteigerungen während des abschließenden Zeitfahrens gemessen werden. Jedoch konnte kein Unterschied in der Leistungssteigerung zwischen beiden Gruppen festgestellt werden. Bei der Messung der Substratutilisation während der Belastung konnte festgestellt werden, dass die Probandengruppe, welche bei niedrigem Muskelglykogen trainierte, eine höhere Fettverbrennung aufwies, als die Probandengruppe, welche mit hohem Muskelglykogen trainierte. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass diese Verschiebung zu Gunsten des Fettstoffwechsels zu einer Limitierung der Kohlehydratverbrennung führt.

Abschließend kann gesagt werden, dass das Training mit niedrigem Muskelglykogenstatus zu einer Verbesserung der Fettverbrennung bei Belastung führt. Gleichtzeitig muss aber bei Radsportlern, die im Wettkampf immer wieder Phasen sehr hoher Spitzenbelastungen ausgesetzt sind, beachtet werden, dass die gleichzeitig herbeigeführte Limitierung der maximalen Kohlehydratutilisation zu einem Verlust der Spritzigkeit führen kann. Daher sollte ein solches, sicherlich nützliches, Training mit Bedacht in den Trainingsplan von wettkampforientierten Radsportlern integriert werden.

Hulston, C. J., Venables, M. C., Mann, C. H., Martin, C., Philip, A., Baar, K. & Jeukendrup, A. E. (2010). Training with low muscle glycogen enhances fat metabolism in well-trained cyclists (Training mit niedrigem Muskelglykogen fördert den Fettstoffwechsel bei guttrainierten Radsportlern). Med. Sci. Sports Exerc., 42 (11), 2046-2055. Zugriff am 09.11.2010 unter http://journals.lww.com/ acsm-msse/Abstract/2010/11000/Training_with_Low_Muscle_Glycogen_Enhances_Fat.11.aspx

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