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Sieg in Moskau – Eine SRM Analyse


FIVE RINGS OF MOSCOW UCI 2.2 

2. Etappe  06.05.2012

Sieger Michael Schweizer Team ABUS-Nutrixxion

Sieg in Moskau - Eine SRM Analyse-SRM, Rennbericht

Häufig werden wir gefragt, was man denn für Leistungen erbringen muss, um ein Radrennen zu gewinnen. Nachdem nun schon im Frühjahr die Leistungswerte von Simon Gerrans‘ (Team Orica – GreenEdge) Siegfahrt bei Mailand-San Remo veröffentlich wurden, wollen wir heute einmal auf die SRM Daten eine Leistungsklasse niedriger blicken.

 

Dazu hat uns freundlicherweise Michael Schweizer, Radprofi beim Kontinentalteam ABUS – Nutrixxion aus Dortmund, seine Leistungsdaten der Five Rings of Moscow zur Verfügung gestellt. Speziell gehen wir hierbei auf die 2. Etappe des Mehrtragesrennens ein, welches Michael im Endspurt gewinnen konnte. Das Rennen fand auf einem welligen Rundkurs statt, der 16 mal zu absolvieren war.

 

SRM DATENANALYSE 

Hier zusammengefasst sind alle Kennzahlen der Etappe. So kann man sehen, dass die Fahrtzeit für die 134,18 km 3:17:20 h betrug, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40,8 km/h.

Sieg in Moskau - Eine SRM Analyse-SRM, Rennbericht

Auf den ersten Blick überraschend ist die geringe Durchschnittsleistung von 187 Watt. Dies entspricht bei einem Sportler wie Michael gerade einmal einer Fahrt im unteren GA1 Bereich, also weit im Fettstoffwechsel. Trotzdem war das Rennen für ihn natürlich deutlich anstrengender, hier sind die vielen Lastwechsel ausschlaggebend. Dies wird sofort deutlich wenn man sich die untenstehende Darstellung der Etappe ansieht. Gut zu erkennen ist hier das braun hinterlegte Höhenprofil und in grün die Leistungskurve  der Etappe.Sieg in Moskau - Eine SRM Analyse-SRM, Rennbericht

Diese zeigt quasi keine gleichmäßige Leistungsabgabe für mehr als ein paar Sekunden, dann folgt sofort wieder eine Tretpause. Die 187 Watt Durchschnittsleistung kommen also durch sehr viele Leistungsspitzen zwischen 300 und 800 Watt und die vielen Tretpausen zu Stande. Die Normalized Power (TM) gibt dies ganz gut wieder, sie liegt mit 265 Watt bei knapp 142% der Durchschnittsleistung. Sie spiegelt die eigentlichen „Energiekosten“ wieder, setzt die erbrachten Leistungen in ein Verhältnis zur anaeroben Schwelle und stellt dadurch die für diese Fahrt entsprechende Leistung bei völlig gleichmäßiger Leistungsabgabe dar.

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Die niedrige Durchschnittsleistung ist außerdem ein Zeichen dafür, dass Michael sich als Sprinter für das Finale schonen wollte und sich das ganze Rennen über „ im Feld versteckt“ hat. Somit hat er natürlich versucht so wenig Energie wie möglich zu „vergeuden“ und auch die nötigen Antritte etwas lockerer zu fahren und lieber einige Positionen abzugeben, um in der Abfahrt wieder vor zu rollen. Dadurch konnte er satte 17% der Wettkampfdauer die Beine hängen lassen und durch geschicktes agieren im Feld viele zusätzliche Leistungen deutlich oberhalb der anaeroben Schwelle vermeiden.

Sieg in Moskau - Eine SRM Analyse-SRM, Rennbericht

Schaut man nun auf die letzten 2 Kilometer des Rennens wird besonders deutlich, dass in der Sprintvorbereitung hier nur kurze Antritte und Rollphasen gefahren wurden. Vor dem eigentlichen Sprint gibt es zudem gleich zwei Antritte über 1000 Watt bevor Michael dann mit seinem Antritt von 1339 Watt und einem Schlusssprint über 15 Sekunden mit 1162 Watt Durchschnittsleistung das Rennen für sich entscheiden konnte.

 

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1 Gedanke zu „Sieg in Moskau – Eine SRM Analyse“

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