Langezeiterfahrung: SRM Powermeter – der Goldstandard?

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10. Januar 2017 Kommentare (0) Allgemein

Powermeter im Radsport – die Trends 2017

Das Jahr 2017 wird sicherlich ein weiteres Jahr, in dem Powermeter im Radsport und Triathlon im Fokus stehen. Das leistungsgesteuerte Training wird durch die sinkenden Preise der Powermeter und die weitere Verbreitung für immer mehr Sportler interessant. Nahezu täglich bekommen wir aktuell Anfragen, ob und mit welchem System Neueinsteiger jetzt in das Training mit einem Powermeter einsteigen sollen.

Aus diesem Grund möchten wir im aktuellen Blogbeitrag heute einmal einen Überblick über die Trends und Entwicklungen im Powermeter Markt geben.

Einseitiges oder beidseitiges Powermeter System?

Das ist eine sehr häufig gestellte Frage. Vorreiter bei den einseitigen Messsystemen war die Firma Stages. Durch den günstigen Preis und die schnelle Verbreitung des Stages Systems sind andere Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen und haben ebenfalls günstigere, einseitige Systeme angeboten (Garmin Vector S, bePRO S, PowerTap P1 S, Rotor INpower, etc…).

Aus unserer Sicht haben einseitige Systeme aber deutliche Nachteile in der Messtechnik. Ein einseitiges Messsystem  rechnet immer von der Leistung einer Seite auf die Gesamtleistung hoch und dadurch besteht immer ein Fehlerpotential.

Die einseitigen Pedalsysteme Garmin Vector S, bePRO S und PowerTap P1 S bieten allerdings die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt auf ein beidseitiges System aufzurüsten. In allen Fällen ist dies aber deutlich teurer als wenn man sich direkt für die beidseitige Version entscheidet. Wenn es das Budget daher zulässt, empfehlen wir immer direkt die beidseitige Version.

Da es mit dem bePRO und auch den neuen QUARQ Powermetern DFour und DZero mittlerweile beidseitig messende Powermeter Modelle für deutlich unter 1000,- EUR gibt, ist unsere Empfehlung ganz klar ein beidseitiges Modell.

 

Pedalpowermeter vs. Kurbelpowermeter?

Gibt es Vor- oder Nachteile bei den unterschiedlichen Systemen? Ehrlich gesagt waren wir bei der Einführung der ersten Pedalpowermeter sehr skeptisch, ob es sinnvoll ist, einen Powermeter an dieser Stelle zu platzieren.  Bei einem Pedal besteht ja immer eine deutlich größere Gefahr der Beschädigung. Allerdings hat sich diese Befürchtung in den letzten Jahren so nicht bestätigt. Bei den Garmin Pedalen gab es in der ersten Serie zwar größere Probleme mit den Pedalsensoren, aber dies war eher ein grundsätzliches Konstruktionsproblem und hatte nichts mit der Positionierung des Powermeters im Pedal zu tun.

bePRO und auch der PowerTap P1 zeigen, dass ein Pedalpowermeter sehr zuverlässig und unempfindlich sein kann.

Die spiderbasierten Systeme wie SRM und Quarq sind seit vielen Jahren bewährt und ebenfalls sehr robust. Durch die sehr geschützte Position im Spider gib es hier nur sehr selten Probleme. Ebenfalls das neue 2INpower System von Rotor ist durch die geschützte Lage im Innenlager sehr unempfindlich. Da das System allerdings noch sehr neu ist, gibt es hier noch nicht so viel Praxiserfahrung wie bei den anderen Powermetern.

Gewinner und Verlierer 2017

Aus unseren Verkäufen und Kundengesprächen der letzten Monate gibt einige Tendenzen für das Jahr 2017. Einige Modelle sind im Vergleich zu 2015 und 2016 in der Nachfrage deutlich zurückgegangen. Andere Modelle sind in der Nachfrage deutlich angestiegen.

bePRO und Quarq aktuell sehr beliebt

Zu den Gewinnern und sicherlich auch in 2017 weiterhin sehr beliebten Powermetern gehören eindeutig bePRO und Quarq.

bePRO ist durch den günstigen Preis und das interessante Gesamtkonzept schon seit der Produkteinführung  sehr gefragt bei unseren Kunden gewesen. Das Jahr 2016 hat gezeigt, dass es sich zudem um einen sehr zuverlässigen Powermeter mit nur sehr geringer Ausfallquote handelt. Das Feedback unserer Kunden fällt hier sehr positiv aus und es gab nur sehr wenige Probleme und Ausfälle.

Quarq hat mit den neuen Modellen stark an Beliebtheit dazu gewonnen. Durch die neuen Preise gibt es die Quarq Powermeter mit einer Messtechnik vgl. des SRM Powermeters nun bereits ab 749,- EUR und auch die Versionen mit Carbonkurbelarmen liegen unter 1000,- EUR. Dabei ist das System nicht neu, sondern basiert auf der Erfahrung von mittlerweile 10 Jahren im Powermeter Business. Dies Kombination macht Quarq derzeit zu einer Top Empfehlung.

PowerTap, Rotor und SRM auf gleichem Niveau

Die Nachfrage an PowerTap, Rotor und SRM hat sich kaum verändert.

SRM nimmt als HighEnd Produkt mit einem deutlich höheren Preis eine Sonderrolle ein und lässt sich nur schwer mit den anderen Herstellern vergleichen. Die Produkte sind durchweg sehr gut, aber auch teuer. Spitzenqualität und Handarbeit hat halt seinen Preis.

Rotor hat derzeitig einige technisch sehr interessante Lösungen. Allerdings war der Schritt zum einseitigen INpower aus unserer Sicht nicht wirklich optimal. Wir sehen hier zu viele Nachteile in der einseitigen Messtechnik. Der 2INpower (Twinpower) bietet hier deutlich mehr technische Vorteile, allerdings ist er preislich auch sehr ambitioniert positioniert und liegt 50% über einem vergleichbaren Quarq Powermeter.

Der PowerTap P1 ist der derzeit einzige echte Plug&Play Pedalpowermeter mit sehr einfacherer Montage. Preislich liegt der P1  aber deutlich höher als z.b. ein bePRO, was es aktuell für den P1 recht schwer macht. Dafür lässt er sich sehr leicht und schnell zwischen verschiedenen Rädern wechseln. Wer einen Pedalpowermeter sucht, der häufig zwischen den Rädern getauscht werden soll und bereit ist, dafür einen etwas höheren Preis zu zahlen, der wird aber mit dem PowerTap P1 das ideale Produkt finden.

Garmin und Stages – Nachfrage zurückgegangen

Die Nachfrage nach Garmin und Stages Powermetern ist deutlich zurückgegangen. Beide sehen wir in 2017 deutlich weniger im Fokus als in den Vorjahren.

Stages hat mit dem einseitigen Kurbelsystem Ende 2014 den Powermeter Markt in Europa umgekrempelt und war 2015 sicherlich der absolute Top Seller unter den Powermetern. Aktuell ist die Nachfrage bei Stages Powermetern aber sehr stark zurückgegangen.

Dies hat aus unserer Sicht verschiedene Gründe:

  1. Das einseitige Stages Messsystem bietet keine Upgrade-Möglichkeit auf ein beidseitiges System.
  2. Ende 2014 war Stages das günstigste System im vergleichbaren Segment. Zwischenzeitlich bieten viele Hersteller einseitige Messsysteme  im gleichen und niedrigeren Preissegment an. bePRO und Quarq bieten sogar beidseitige Messsysteme zum vergleichbaren Preis eines Stages an.
  3. In der ersten Generation gab es sehr häufig technische Probleme und Ausfälle und auch die zweite Generation der Stages gehört bei uns zu den Powermetern mit der höchsten Ausfallquote. Wir hatten darüber bereits 2016 ausführlich berichtet -> Langzeiterfahrung: Stages Powermeter häufiger mit Problemen / Defekten.

Stages hat darauf reagiert und die UVP Preise für verschiedene Stages Modelle reduziert. Mit der neuen Preisstruktur liegen die Stages Powermeter wieder unterhalb der beidseitigen bePRO und Quarq Powermeter.

Wir bieten die Stages Powermeter aktuell in einem SALE mit noch einmal reduzierten Sonderpreisen an. Den Stages Ultegra 6800 gibt es z.b. aktuell bei uns für 599,- EUR.

Der Garmin Vector hat es derzeit extrem schwer gegen bePRO und PowerTap P1 bestehen zu können. Technisch bietet der Garmin Vector keine Vorteile und auch beim Garmin Vector gab es in der ersten Generation eine große Häufung an Defekten und Ausfällen.

Wir sehen Garmin daher mittelfristig mehr im Bereich der Headunits, wo sie sicherlich die derzeit besten Produkte anbieten.

Fazit

2017 ist sicherlich ein sehr interessantes Jahr, um in das Training mit einem Powermeter einzusteigen. Zu allen Systemen am Markt gibt es mittlerweile viel Feedback von Sportlern und Erfahrungen aus der Praxis. Es sind zudem nur sehr wenige komplett neue Systeme am Markt.

Aus unserer Sicht haben die einseitigen Powermeter zwar vor einigen Jahren den Markt geöffnet, werden aber mittelfristig wieder vom Markt verschwinden, da ein einseitiges Messsystem zu viele Nachteile hat und es zunehmend beidseitige Systeme im gleichen Preissegment geben wird.

Im Segment zwischen 750 und 999,- EUR gibt es mittlerweile sehr zuverlässige beidseitige Powermeter Systeme. Neueinsteiger empfehlen wir daher im besten Falle den Einstieg direkt mit einem beidseitigem System.

Beste Möglichkeiten sich jetzt für den richtigen Powermeter zu entscheiden und in das Training nach Leistung einzusteigen. Gerne beraten wir Dich auch persönlich unter support@powermeter24.com oder telefonisch unter 0241 / 47574324.

 


Die geschilderten Erfahrungen mit den Produkten stammen aus der täglichen Arbeit unseres Kundensupports bei der powermeter24 GmbH. Werte wie die Ausfallquote, Ausfallhäufigkeit und Nachfrage beruhen auf  Erfahrungen der powermeter24 GmbH und der persönlichen Einschätzung des Autors.

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