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Kreatinkinase

Definition Kreatinkinase

Die Kreatinkinase (CK) ist ein Enyzm. Es befindet sich in Skelettmuskeln, Herz, Hirn und glatten Muskeln mit ihren drei Isoenzymen CK-MM (Muskeltyp), CK-MB (Herztyp) und CK-BB (Gehirntyp). Die Bestimmung der CK-Aktivität wird in der Medizin zur Diagnostik von Erkrankungen des Herz- und Skelettmuskels eingesetzt. In der Sportwissenschaft wird sie zur Trainingsdiagnostik und Trainingssteuerung berücksichtigt.

 

Bedeutung in der Trainingsdiagonstik

Die Kreatinkinase ist das Schlüsselenzym der anaerob-alaktaziden Energiebereitstellung. Die Kreatinkinase kommt durch die Permeabilitätsstörung (erhöhte Durchlässigkeit) der Muskelzellwand bei intensiven Beanspruchungen in das Blut. Sie weisen auf die Belastungsintensität hin. Insbesondere bei ungewohnten und neuen reizwirksamen Trainingsbelastungen kommt es zum Anstieg der Kreatinkinaseaktivität. Diese Aktivität der Kreatinkinase kann bis zu fünf Tage nach der Belastung anhalten. Im Training kann die CK-Aktivität bis auf das Zehn- bis Zwanzigfache des Ruhewertes ansteigen. Eine Belastungsumstellung oder –reduzierung wird bei zu starken Anstiegen von Kreatinkinase erforderlich. Daher werden die höchsten Werte nicht direkt nach der sportlichen Leistung gemessen, sondern erst Stunden später (vgl. Clasing/ Siegfried). Sind nach der Nachtruhe die Werte jedoch ständig erhöht, so kann von einer zu intensiven Belastung ausgegangen werden.
Die Grenzwerte des Normalbereichs liegen bei 80 U/l. Bei fortlaufendem Training können Werte bis 200 U/l als selbstverständlich betrachtet werden. Werte über 300 U/l weisen auf eine abnorme Zellwanddurchlässigkeit hin. Hier ist mit strukturellen Veränderungen zu rechnen.

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