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Aerob-anaerober Übergangsbereich

Defintion aerob-anaerober Übergangsbereich

Die aerobe Schwelle liegt bei 2 mmol/l und stellt die Grenze der rein aeroben Energiebereitstellung dar. Jenseits dieser aeroben Schwelle tritt Laktat ins Blut über und sammelt sich an. Dieser Bereich wird auch als  aerob-anaerober Übergangsbereich bezeichnet. Hier halten sich Laktatbildung und Laktatabbau die Waage. Bei 4 mmol/l Blutlaktat, an der anaeroben Schwelle, ist jedoch die Grenze dieses Übergangsbereichs erreicht. Die Energiebereitstellung ist zunehmend glykolytisch. Wird die Intensität nun weiter gesteigert, steigt der Blutlaktatspiegel laufend weiter an, da die Laktatbeseitigung mit der Laktatproduktion nicht mehr Schritt halten kann.

 

Gültigkeit der Schwellenwerte

Die Schwellenwerte des aerob-anaeroben Übergangsbereichs von 2 mmol/l und 4 mmol/l haben mit geringen Abweichungen hohe Allgemeingültigkeit. Die anaerobe Schwelle Untrainierter liegt nicht selten über 4mmol/l (bei 5-6 mmol/l), die von Hochtrainierten deutlich darunter (2,5- 3 mmol/l), wodurch sich der aerob-anaerober Übergangsbereich verschiebt. Deshalb wurde die individuelle anaerobe Schwelle eingeführt und als Punkt in der Laktatleistungskurve definiert, an dem die kritische Steigung beginnt. Sie ist demnach ein besser verwertbarer und individuellerer Stoffwechselparameter für die Trainingssteuerung.

 

Bestimmung der Schwellenwerte

Die Schwellen lassen sich mit anderen Leistungsparametern in Beziehung setzen. In Verbindung mit der Herzfrequenz (HF/min) können der aerob-anaerober Übergangsbereich und dessen Grenzwerte zuverlässig und sportmedizinisch korrekt festgelegt werden. So setzt sich beispielsweise die Fahrradergometrie mit der Bestimmung der Leistungsfähigkeit auseinander. Die Herzfrequenzwerte lassen dann eine ideale Kontrolle während des Trainings und Wettkampfs zu.

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