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Der Beitrag der Hämoglobinmasse am durch simuliertes LHTL induzierten Anstieg der Leistung im Radfahren

Höhentraining - Hauptbild

Live-High-Train-Low

Untersucht wurde hier, ob eine Leistungssteigerung nach einem „Live-High-Train-Low“ (LHTL) Trainingslager auch stattfindet, wenn eine Steigerung der Hämoglobinmasse durch periodisierte Phlebotomien während der Hypoxie verhindert wird.

Hierzu verbrachten 11 hochtrainierte, weibliche Radsportler 26 Nächte bei simulierten LHTL Bedingungen (16h pro Tag bei 3000m H.ü.NN.) Die Hämoglobinmasse wurde vorher bestimmt und alle 2 Wochen danach. Nach 14 Nächten wurden die Athletinnen anhand ihrer Ausgangshämoglobinmasse Gruppen zugeordnet, um eine Adaptionsgruppe, bei der sich das Hämoglobin frei entwickeln kann, und eine Kontrollgruppe bei der die Hämoglobinbildung unterbunden wird, zu bilden. Die Leistungsfähigkeit der Sportlerinnen wurde durch ein 4 minütiges Zeitfahren und einem Test bis zur Erschöpfung bei ihrer maximalen Leistungsfähigkeit ermittelt.

In der Adaptionsgruppe war das Hämoglobin durch das Höhentraining erhöht, in der Kontrollgruppe wie zu erwarten nicht. Die maximale Sauerstoffaufnahme verbesserte sich in der Adaptionsgruppe, in der Kontrollgruppe nicht. Beide Gruppen zeigten eine verbesserte Leistung im 4 Minuten-Zeitfahren, ohne signifikante Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Die Zeit bis zur Erschöpfung wurde nur in der Adaptionsgruppe größer.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Leistungssteigerung durch LHTL Training nicht nur auf eine Veränderung der Hämoglobinmasse zurück zu führen ist. Trotzdem scheint die Hämoglobinmasse Einfluss auf die Sauerstoffaufnahme zu haben und spielt damit vermutlich eine wichtige Rolle für aufeinanderfolgende, hochintensive Belastungen.

Garvican, L. A., Pottgiesser, T., Martin, D. T., Schumacher, Y. O., Barras, M. & Gore, C. J. (2011). The contribution of haemoglobin mass to increases in cycling performance induced by simulated LHTL. Eur. Appl. Physiol., 111 (6), 1089―1101.

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